Interview mit Paulina Herpel

Fotos: www.fotobyklotzi.deDWV SUP, Johannes Wykener und Paulina Herpel

10 FRAGEN AN PAULINA HERPEL

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im SUP Wave war es uns ein großes Vergnügen, mit der frisch gebackenen Deutschen Meisterin Paulina Herpel ein wenig über ihren Erfolg, das Drumherum und vor allem den Spass am Surfen zu sprechen.

WK: Hallo Paulina, Glückwunsch, du bist jetzt zum dritten Mal in Folge die beste deutsche SUP Surferin in der Welle geworden. Verrate uns mal etwas über das Geheimnis des Erfolges - Ganz klassische Frage: wie sieht deine Vorbereitung aus?

PH: Die beste Vorbereitung für einen Wave Contest ist, einfach im Wasser zu sein so oft es geht. Deshalb sind wir auch schon zwei Wochen vor der DM nach Frankreich gefahren, um dort in den Wellen zu trainieren. Letztes Jahr habe ich sogar zusammen mit meinem Freund, noch ein spezielles Wave Coaching genommen. Wir haben Tiago Silva, einen portugiesischen, sehr bekanntem Trainer für zwei Tage besucht.  Er hat uns dann in der Welle gefilmt. In der Mittagspause wurden dann die Sequenzen analysiert und uns Verbesserungen gezeigt. Das hat sehr geholfen. Sich selber in Bewegung zu sehen ist wichtig, um sich verbessern zu können. Zwar sind noch nicht alle Tipps umgesetzt, aber jetzt wissen wir woran wir arbeiten müssen.  

 

WK: Woraus besteht dein geheimer Zaubertrank, der dir magische Kräfte verleiht?

PH: Haha, meistens aus Walnüssen und Datteln. Die liefern super viel Energie und wenn ich aufgeregt bin vor einem Wettkampf, kann ich sowieso nicht so viel essen, dann passt so ein Snack am besten. 

 

WK: Dabei fällt uns ein: welche/r Superheld/in wärst du gerne (SilverSurfer gilt nicht :)

PH: Nein SilverSurfer nicht, mein Superheld hat eigentlich gar nichts mit dem Meer zu tun. Ich wär am liebsten Legolas aus Herr der Ringe. Der ist einfach cool! 

Eindrücke der SUP Wave DM in Peniche. Fotos: www.fotobyklotzi.de und DWV SUP

WK: Die Contest-Szene ist vor allem bei den Frauen noch übersichtlich - wir können uns vorstellen, dass es eher familiär zugeht - wie wichtig ist dir dieser Aspekt? 

PH: Ja, es ist sehr familiär, man kennt eigentlich jeden, der in der Wave Szene dabei ist. Das ist auch ganz schön, aber ich hätte doch gerne noch ein paar mehr Mädels dabei, dann könnten wir richtige heats fahren und es wär einfach spannender. Somit freue ich mich über jede Frau, die aufs SUP steigt und damit in die Welle geht.  

 

WK: Auf dem Wasser seid ihr dann aber keine Freundinnen mehr? 

PH: Naja, Freundinnen schon, aber man lässt sich halt nicht wie sonst mal eine Welle oder gibt Tipps. Es ist schon ein Wettkampf und jeder möchte natürlich so gut fahren, wie es geht.

 

WK: Und wer kocht nach dem Surfen? 

PH: Meistens ich selber. Ich koche gerne, dann muss ich auch nicht abspülen. 

Nach einem Wettkampf ist aber eher Sushi essen gehen angesagt :) 

"ICH FREUE MICH ÜBER JEDE FRAU, DIE AUFS SUP STEIGT UND DAMIT IN DIE WELLE GEHT."

Eindrücke der SUP Wave DM in Peniche. Fotos:  DWV SUP

WK: Ist dein Longboard auch mit dabei? 

PH: Auf jeden Fall ist das mit dabei. Gerade dieses Jahr bin ich viel auf dem Longboard unterwegs. Um richtig gut in der Welle zu werden auf dem SUP, musst du auch gut surfen können. Und um Surfen zu lernen, geht man am besten erst mal aufs Longboard. Zudem bringt es einfach Mega Spaß auf dem Longboard auch mal bis zur Spitze zu laufen.  Aber in größeren Wellen ist das SUP immer noch meine erste Wahl.

 

WK: Welches ist die schönste Welle, die Du bisher abgeritten bist? 

PH: Lazy Right auf Sri Lanka war eine richtig tolle Welle. Drei Meter hoch und super lang. Man konnte mindestens fünf Manöver auf einer Welle fahren das ist schon echt cool. Aber auch die Wellen in Peniche und in Frankreich um Biarritz sind toll… nur leider meistens etwas voller. 

 

WK: Du hast ja schon einige Strände gesehen - wie sind deine Erfahrungen zum Thema Müll im Meer und wie wichtig ist dir Umweltschutz?

PH: Umso weiter man von zuhause weg fährt, umso schlimmer wird es mit dem Müll am Strand. Portugal ist schon manchmal fies. Da sind  überall kleine Plastik Teilchen und manche Strände wirken deshalb ganz bunt an der Wasserkante. Oder in den Feldern liegen einfach so Waschmaschinen und Autoteile rum. Aber am schlimmsten habe ich es bis jetzt auf Sri Lanka erlebt. Da liegt am Strand schon recht viel Müll, aber an den Straßenrändern sind wirklich Unmengen an Müll. Die Bewohner haben da kein Verständnis, daß man den Müll nicht einfach auf die Straße schmeißt. Ich habe dort vor Ort zweimal bei einem Beach-Cleanup mitgemacht und da ist echt eine große Menge Abfall zusammen gekommen. Und trotzdem lag noch viel Müll rum. Ich finde es schrecklich, wenn das Meer voll mit Müll ist. Dann will man sich doch nicht mehr da drin aufhalten. Also gerade als Wassersportler sollte man auf seinen Müll aufpassen und ihn recyceln oder am besten gar nicht so viel Müll produzieren. Kurz, Umweltschutz ist GANZ wichtig. 

 

WK: Eine letzte Frage: Kaffee oder Tee?

PH: Am liebsten eine Mischung: Chai latte

 😍


Wir bedanken uns für das nette Gespräch mit dieser tollen und sympathischen jungen Frau, weiterhin alles Gute, liebe Paulina - wir sehen uns auf dem Wasser!

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